haende_aepfel_ernte

Schmerzender Rücken - des Edelbrenners entzücken!

Über Schwerkraft, Muskelkraft und andere Sorgen

Wenn´s bei der Obsternte mehr oder weniger ein bisschen im Rücken zwickt und zwackt und man nach der ersten Erntewoche ohne Röntgenbild die Position jedes einzelnen Rückenwirbels genau lokalisieren kann – dann ist das ein Qualitätsmerkmal!
Reifes Obst fällt nun mal selbst vom Baum, oder löst sich mit etwas Muskelkraft durch leichtes «Birnbaumbeiteln» von den Ästen. Nur Tafelobst sollte man pflücken, da man hier ja die Druckstellen vom Fallen auf den Boden vermeiden möchte. Zum Teil steiles und unebenes Gelände machen den Einsatz einer Erntemaschine unrentabel (die händische Nacharbeit wäre ein großer Mehraufwand).

So haben wir die letzten Wochen gebückt auf unseren Streuobstwiesen verbracht und die heuer durch die späten Froste doch etwas spärlichen Erträge eingesammelt.
 Es war ein goldener Herbst und meistens trockenes Wetter – trotzdem ist es immer wieder ein Gefühl der Erleichterung, wenn die letzte Hand voll Äpfel auf der Kippschaufel landet, die letzten Liter Most in die Holzfässer fließen und das blubbern der Maischebottiche langsam in Stille versiegt.

Nun wird es Zeit den Brennkessel wieder einzuheizen und die goldenen Gaben in edle Tropfen zu verwandeln. Die ersten Aufträge vom Christkind sind bereits eingegangen und wir arbeiten schon fleißig daran, euch ein breites Angebot an Geschenksideen bereit stellen zu können. 

Ihr seht also, es tut sich immer was, und die Sorge so mancher, es könnte uns langweilig werden, können wir mit ruhigem Gewissen entkräften – denn das wir uns an diesen immer länger werdenden Herbstabenden bei einer Tasse Kaffee, auch mal Zeit für eine Runde «Mensch-ärgere-dich-nicht!» mit unseren Kindern nehmen, ist eine Tatsache die niemandem Sorgen bereiten sollte! ;-))